Apfel-Cranberry-Glühweinmarmelade

Man nehme ein Rezept, wandele es hier und dort ein wenig ab, koche es nach, befinde es für gut und wandle es dann erneut ab… Heraus kommt dann etwas ganz Eigenes, das ich Euch hiermit stolz präsentiere:

Keltenmädchens Apfel-Cranberry-Glühweinmarmelade!

mahlzeit

Zutaten

  • ca. 1 KG aromatische Äpfel (meine Lieblingsäpfel sind Elstar und Braeburn)
  • ca. 200 gr frische Cranberries
  • etwas Leitungswasser
  • 500 Gramm Gelierzucker 2:1 – es geht natürlich auch weniger Zucker, dann braucht Ihr Gelierzucker 3:1 oder evtl. etwas Apfelpektin zusätzlich
  • 250 ml trockener Rotwein (eher herb als säuerlich, ich hab Camino Tinto aus dem Bio-Supermarkt verwendet)
  • Zimtstangen nach Geschmack, ich habe zwei mittellange verwendet, weil es ordentlich zimtig werden sollte
  • Abgeriebene Orangenschale von ca. 1 Orange
  • jeweils eine mehr oder weniger große Priese Nelken, Kardamom und Piment – Falls Ihr keine Lust auf Orangenschale reiben habt oder Ihr zu Hause nur ganze Nelken habt, die Ihr hinterher nicht mehr aus der Marmelade fischen möchtet, könnt Ihr natürlich auch einfach den Wein vorher etwas erhitzen und ein-zwei Beutel Glühweingewürz rein hängen 😉
  • eine winzige Priese Muskatnuss
  • ggf. etwas Zitronensaft, Limettensaft oder Zitronensäure

Und so geht’s:

Die Äpfel werden geschält, entkernt und in ca. 1cm durchmessende, (nicht zwingenderweise mathematisch korrekte) Würfel geschnitten.
Die Cranberries waschen, arg angeditschte Exemplare aussortieren oder drin lassen, je nach persönlicher Befindlichkeit. (Ich hab alles ausgesondert, was klebrig und/oder matschig war, aber ich kenne Leute, die alles in die Marmelade werfen, was nicht schnell genug weg kriecht  wuermchen – aber ich schweife ab, wir wollten ja Marmelade kochen)

Das Ganze schmeißt Ihr in einen Topf, der hoffentlich groß genug ist (Wenn erst mal der Schaum aufsteigt wird der Topf immer kleiner und kleiner…), und gebt gerade so viel Leitungswasser dazu, dass man den Wasserspiegel durch das Obst hindurch erkennen kann. Dann kommt der Gelierzucker dazu. Alternativ könnt Ihr auch anderen Zucker und Apfelpektin verwenden. Bloß von der Verwendung von Agar-Agar möchte ich an dieser Stelle stark abraten, es sei denn, Ihr seid entweder sehr geübt im Umgang damit oder Ihr legt Wert auf Marmelade, mit der Ihr Leuten weh tun könnt…
Auch die Zimtstangen dürfen schon mit in den Topf hüpfen. Sie sollen ja Zeit bekommen, ihr Aroma mit dem Obst zu teilen :) Die übrigen Gewürze könnt Ihr entweder jetzt schon in den Topf werfen oder Ihr macht nebenher Glühwein damit.
Wenn die Cranberries anfangen zu explodieren, wisst Ihr, dass es schon fast Zeit ist, den Wein dazu zu kippen. Wenn die Cranberries nicht explodieren, habt Ihr entweder vergessen, den Herd anzuschalten, habt die Platte nicht heiß genug gemacht (Bei mir war es der nicht angeschaltete Herd ) oder die Cranberries sind nicht frisch sondern getrocknet oder Ihr habt sie in einem Anfall von Kücheneifer vorher halbiert. Im ersten Fall müsst Ihr den Herd jetzt bitte auf mittlerer Stufe einschalten, in zweitem Falle die Temperatur etwas erhöhen. Ansonsten müsst Ihr einfach selber abschätzen, wann die Konsistenz Eures Obstes so ist, dass Ihr es gern in Eurer Marmelade haben wollt. Wenn diese Konsistenz erreicht ist, gebt Ihr den Glühwein bzw. den Wein und spätestens jetzt die Gewürze dazu.
Lasst das Ganze nun nochmal kurz aufkochen (oder auch etwas länger, wenn Ihr den Alkoholgehalt noch weiter reduzieren wollt, aber wer will das schon?) und macht dann eine Gelierprobe. Das bedeutet: Etwas von der Masse auf einen kühlen Teller geben, kurz warten und schauen, ob die Konsistenz der Marmelade nach Marmelade aussieht. Sieht es aus wie Saft mit Stückchen und weist auch entsprechende Fließeigenschaften auf, dann hat die zukünftige Marmelade die Gelierprobe nicht bestanden. Wenn das so ist, braucht Ihr (je nach dem, wie der Geschmack jetzt ist) noch etwas Zitronensäure oder Geliermittel z.B. Gelierzucker oder Apfelpektin (hab ich Euch schon vor Agar-Agar gewarnt? Ja, ich weiß, aber man kann es gar nicht oft genug sagen: Wenn Ihr nicht ganz genau wisst, was Ihr tut, dann lasst die Finger von dem Zeug, das ist gemeingefährlich!)

Zum Schluss fischt Ihr noch die Zimtstangen raus und füllt das Ganze mit einem sauberen, am besten abgekochten Werkzeug in sterile Gläser (denkt bitte daran, auch die Deckel abzukochen). Die Gläser müssen natürlich nicht nach OP-Standard sterilisiert werden. Ihr dürft sie hinterher auch außen anfassen und braucht weder sterile Handschuhe noch einen OP-Kittel mit Mundschutz, aber wenn Ihr das alles zu Hause habt, schadet es natürlich auch nicht. (sieht bestimmt lustig aus, in voller Krankenhausmontur am Herd.) 😀  Aber Spaß bei Seite: die Marmelade hält sich einfach länger, wenn Ihr möglichst keimarm arbeitet, aber das wisst Ihr sicher alle. Nur für die ein-zwei Leute, die der Meinung sind, lauwarm mit Spüli ausgewaschene Gläser reichen völlig aus, habe ich es jetzt nochmal gesondert erwähnt…
Die Gläser sollten nach dem Abfüllen sofort fest verschraubt und ca. 5 Minuten auf den Deckel gestellt werden.

Während die Marmelade abkühlt, wünsche ich schon mal viel Spaß beim Küche putzen 😀 und dann: Guten Appetit!

Alles Liebe und gutes Gelingen wünscht
Keltoi

P.S. Ich gebe es zu, das Rezept ist von einem anderen Blog geklaut – aber da es sich dabei um meinen eigenen handelt und die Marmelade wirklich, WIRKLICH lecker ist, hält sich mein schlechtes Gewissen dabei in Grenzen 😉

Über Keltoi

Geboren 1977 im sch?nen Nordhessen, bin ich ?ber Niedersachsen und Baden-W?rttemberg 1998 in Bayern gelandet. Ich lebe mit meinem Schatz im gr?nen Herzen M?nchens und kann eigentlich weder kochen noch backen. Trotzdem kommen ab und an ein paar schmackhafte Dinge dabei heraus, die ich gerne mit Euch teilen m?chte. Fleisch, Eier und Milchprodukte kaufe ich am liebsten Bio. Da wei? ich einfach, dass die Qualit?t stimmt und die Tiere nicht unn?tig leiden mussten. Ist f?r mich einfach ein Kompromiss, weil ich ein vegetarisches oder gar veganes Leben nicht aushalten w?rde.
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