Mozartkugeln am Stiel oder so ähnlich

Wer kennt sie nicht, die Kugerl aus Marzipan, gefüllt mit Nougat und umhüllt mit Schokolade? Hier ein Rezept, wie Ihr selbst Mozartkugeln oder zumindest etwas sehr ähnliches herstellen könnt.

mozart2Was Ihr dazu braucht:

  • ca. 100 Gramm Marzipanrohmasse
  • 2-3 Teel. Rosenwasser
  • 80 Gramm Pistazienkerne
  • etwas Honig oder Puderzucker, je nach Geschmack
  • 50g Nougatmasse
  • Vollmilch-Kuvertüre
  • Zartbitter-Kuvertüre
  • Zahnstocher
  • Pralinenkapseln
  • etwas Backpapier oder Frischhaltefolie

Das wichtigste Utensil hätte ich fast vergessen: 1 Paar ungepuderte Latex- oder besser Nitril-Handschuhe, das Ganze wird nämlich eine ziemliche Sauerei :-/

Vorbereitung:

Zuerst müsst Ihr in die Marzipan-Rohmasse einen Teelöffel Rosenwasser geben und so viel Puderzucker dazu geben, bis der Marzipanteig geschmeidig aber nicht zu feucht ist. So stand es mal in irgend einem Rezept, das ich gelesen habe.  Wer gar nicht mogeln mag und es sich antun will, darf natürlich das Marzipan auch aus gemahlenen Mandeln, Rosenwasser und Honig oder Puderzucker selbst herstellen.

Dann stellt Ihr Pistazien-Marzipan her: Dazu hackt Ihr die Pistazienkerne erst mal so  klein wie möglich, gerne auch mit geeignetem Schredder-Werkzeug. Ich hab sie hinterher noch mit dem Mörser zerstoßen, um wirklich feine Pistazienbrösel zu kriegen. Dann etwas Honig oder Puderzucker und Rosenwasser dazu geben. Fertig ist das Pistazien-Marzipan.

Das Nougat schneidet Ihr nun in kleine Würfel von knapp 1 cm Kantenlänge, vielleicht etwas kleiner.

Zubereitung:

Bitte arbeitet recht zügig. Je kühler Eure Hände und je zügiger Ihr arbeitet, desto kleiner wird die Sauerei. Trotzdem empfehle ich spätestens jetzt den Einsatz von Handschuhen!

Nehmt ein Nougatstückchen und rollt es zwischen den Handflächen kurz zu einer ungefähren Kugel. Nehmt dann eine ca. haselnussgroße Menge von dem Pistazien-Marzipan und legt es an den Nougatkern. Im Idealfall ist er dann zur Hälfte umhüllt. Nehmt dann eine etwa gleich große Menge von dem normalen Marzipan und umhüllt damit die andere Hälfte des Nougats. Dann rollt Ihr das Ganze nochmal kurz zwischen den Händen.  Mein Pistazien-Marzipan war etwas zu matschig geworden, deswegen ist es nicht ganz so gleichmäßig geworden aber die gute Nachricht ist: Hinterher ist Schoki drum und keiner sieht’s 😉 Die Nougat-Marzipan-Konstruktion kommt dann erstmal auf einen mit Backpapier oder Folie ausgelegten Teller.
Wenn die Zutaten so weit aufgebraucht sind, dass Ihr keine weiteren Kugeln mehr herstellen könnt, stellt Ihr das ganze noch für ca. 10-15 Minuten in den Kühlschrank.

Die helle Kuvertüre könnt Ihr derweil schon mal im Wasserbad schmelzen. Theoretisch geht auch die Mikrowelle, aber wenn Ihr nicht aufpasst, oder zu selten umrührt, brennt sie Euch an und wird bröselig… Nicht, dass mir das passiert wäre *pfeif*

Wenn die Kugeln kalt und die Kuvertüre heiß sind, nehmt Ihr den Teller aus dem Kühlschrank und die Zahnstocher zur Hand. Die Kugeln spießt Ihr nun jeweils beherzt auf, keine Angst, das tut ihnen nicht weh, und taucht sie einmal kurz in die Kuvertüre. Schnell noch etwas abtropfen lassen und ab damit zurück aufs Backpapier. Menschen mit Cakepop-Erfahrung haben hier nun einen unlauteren Wettbewerbsvorteil, aber das sei ihnen vergönnt. Bei mir artete das ganze in eine ziemliche Sauerei aus, zumal in der Kuvertüre selbst nach der Notoperation noch kleine Schoko-Karamellbrösel rum schwammen und sie auch nicht mehr wirklich flüssig werden wollte…

Jedenfalls darf das Ganze dann nochmal gute 15 Minuten in den Kühlschrank. Gerne auch länger. Irgendwann schmelzt Ihr dann die schwarze Kuvertüre, um dem Ganzen den letzten Schliff zu geben. Die kalt gestellten Kugeln dann also nochmal mit Hilfe des Zahnstochers in die Kuvertüre tauchen (Wer eine Pralinengabel besitzt, darf natürlich auf den Zahnstocher auch komplett verzichten) und nach dem Abtropfen lassen in die vorbereiteten Pralinenkapseln setzen. Nochmal kurz in den Kühlschrank und fertig sind Eure Mozartkugeln!
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Ich persönlich hab den Zahnstocher drin gelassen, weil es dann beim Essen auch gleich saubere Finger gibt, aber das ist natürlich Geschmackssache! Ihr könnt ihn natürlich auch raus ziehen, wie Ihr wollt!

 

 

Über Keltoi

Geboren 1977 im sch?nen Nordhessen, bin ich ?ber Niedersachsen und Baden-W?rttemberg 1998 in Bayern gelandet. Ich lebe mit meinem Schatz im gr?nen Herzen M?nchens und kann eigentlich weder kochen noch backen. Trotzdem kommen ab und an ein paar schmackhafte Dinge dabei heraus, die ich gerne mit Euch teilen m?chte. Fleisch, Eier und Milchprodukte kaufe ich am liebsten Bio. Da wei? ich einfach, dass die Qualit?t stimmt und die Tiere nicht unn?tig leiden mussten. Ist f?r mich einfach ein Kompromiss, weil ich ein vegetarisches oder gar veganes Leben nicht aushalten w?rde.
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